Ein neuer Schwerpunkt im Jahr 2008. Ich stelle hier Bücher vor, die mir im jeweiligen Monat aufgefallen sind und spreche dazu gerne Empfehlungen aus. Diesen Monat handelt es sich um zwei Krimis, einen Roman und einen Reisebericht. Die Bücher sind mit Sternen gekennzeichnet um die Wertung auch schon auf den ersten Blick zu erkennen.
BÜCHER IM JANUAR 2008
Der dreizehnte Monat ***
“Eigentlich könnte Jason ein ganz normaler Junge sein: Er lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester Julia in Black Swan Green, einem verschlafenen Dorf in der Mitte Englands, bringt passable Noten nach Hause, steht auf die “Talking Heads” und Computerspiele. Wäre da nicht sein Sprachfehler. Bei Worten, die auf N und S beginnen, fängt Jason furchtbar an zu stottern. Damit keiner was merkt, meidet er – wenn möglich – die Stotterworte (dank der Lektüre von Wörterbüchern hat er einen umfangreichen Vokabelschatz) oder flüchtet sich ins Schweigen. Doch Jason hat ein weiteres, ziemlich uncooles Geheimnis. Er schreibt unter dem Pseudonym “Eliot Bolivar” Gedichte für die Gemeindezeitung. Wenn das die Schulkameraden wüssten, “dann würden sie mich hinter den Tennisplätzen mit stumpfen Werkzeugen totschlagen und auf meinen Grabstein das Logo der Sex Pistols sprühen”, ist er sich sicher.”
Ein amüsanter Roman von David Mitchell. Er beschreibt ein Jahr im Leben eines 13jährigen Anfang der 80er Jahre in England und die schwierige Zeit zwischen Kindheit und Jugend.
Zimmer Nr. 10 **
“In einem verrufenen Hotel mitten in Göteborg wird eine junge Frau tot aufgefunden – sie wurde erhängt. Ihre mit weißer Farbe bemalte Hand gibt Erik Winter Rätsel auf. Weitere Morde geschehen, und plötzlich gerät Winter selbst in Gefahr.”
Spannender Krimi vom schwedischen Autor Åke Edwardson mit kleinen Schwächen.
Weltreise ***
“Dieter Kreutzkamp und seine Frau Juliana machen keine Reisen – ihr ganzes Leben ist eine Reise, seit über 30 Jahren schon. Mit einer Indien-Tour fing es an, dann kam die Idee einer Reise um die Welt, und als sie nach drei Jahren feststellten, dass sie noch nicht genug hatten, machten sie einfach weiter. Im Kanu quer durch Kanada: 3.500 Kilometer Wasser, Eisberge, Stromschnellen und Kälte. Mit dem Fahrrad durch Australien: 12.000 Kilometer Staub, Fels, Hitze und Dürre. Mit Schlittenhunden durch Alaska: 6.000 Kilometer Gletscher, Schnee und Tundra. Mit dem VW-Bus durch Afrika: 66.000 Kilometer Schlamm und Sand, Moskitos und Schlangen, Dschungel und Wüste. Ganz zu schweigen von Südamerika, Indonesien Nepal, Japan, den Philippinen …”
Man begleitet ein Paar bzw. später eine kleine Familie bei mehreren jahrelangen Weltreisen und nimmt somit teil an den verschiedensten Erlebnissen auf allen Kontinenten. Aus der Reihe - National Geographic Adventure Press – Band 253.
Ohne ein Wort *****
“Nach einem Streit mit ihren Eltern wacht die 14-jährige Cynthia morgens in einem seltsam stillen Haus auf. Keine Geklapper aus Bad und Küche, keine Stimmen. Ihre Eltern und ihr Bruder sind verschwunden. Spurlos. Für immer. Zwanzig Jahre später ist Cynthia mit Terry verheiratet und hat eine kleine Tochter, Grace. Das Trauma ihrer Jugend hat sie jedoch nie verwunden, und so beschließt sie, in einer Fernsehsendung aufzutreten. Sie möchte endlich Hinweise bekommen auf den Verbleib ihrer Familie. Unmittelbar nach der Sendung geschehen seltsame Dinge, Kleinigkeiten zuerst – ist es möglich, dass Cynthias Eltern vorsichtig Kontakt zu ihr aufnehmen? Oder wird sie langsam, aber sicher verrückt? Dann werden die Ereignisse noch bedrohlicher, und Cynthia stolpert über eine Tote – die nicht die einzige bleiben soll.”
Einmal angefangen kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Von Kapitel zu Kapitel steigt die Spannung bis zum Schluss….Kann ich nur jedem empfehlen…..